Zwei Inseln, eine Reise - Weniger als einen halben Flugtag von Perth entfernt liegen zwei der bestgehüteten Geheimnisse Australiens: Christmas Island und die Cocos (Keeling) Islands.
Beide Inseln bieten ganzjährig warmes, tropisches Klima und sin daher zu jeder Jahreszeit ein attraktives Reiseziel.
Cocos (Keeling) Islands
Die Passatwindsaison von Mai bis Oktober ist ideal für Kitesurfer, die von den konstanten Südostwinden profitieren möchten. Von November bis April sind die Winde wechselhafter. Diese Zeit eignet sich besonders für Vogelbeobachter, da zahlreiche Zugvögel die Inseln besuchen.
Christmas Island
Christmas Island kann ganzjährig bereist werden. Die Trockenzeit von April bis Oktober gilt jedoch allgemein als beste Reisezeit für Aktivitäten an Land und im Wasser. Natur- und Tierliebhaber bevorzugen möglicherweise die Monate November bis Januar, wenn die berühmte Wanderung der Roten Landkrabben die Insel in ein einzigartiges Naturschauspiel verwandelt. Taucher profitieren während eines grossen Teils des Jahres von warmem und klarem Wasser.
Ein tropisches Paradies mitten im Indischen Ozean: Die Cocos (Keeling) Islands bestehen aus 27 Inseln, von denen lediglich West Island und Home Island bewohnt sind. Die übrigen Inseln sind weitgehend unberührt und laden dazu ein, in ursprünglicher Natur entdeckt zu werden.
Türkisfarbenes Wasser, weisse Sandstrände und eine angenehm entspannte Atmosphäre machen die Cocos (Keeling) Islands zu einem idealen Reiseziel für Wassersportler, Naturliebhaber und Familien, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen. Mit nur rund 144 Gästebetten, einer kleinen, herzlichen Gemeinschaft und einer erfreulich wenig erschlossenen Umgebung erlebt man hier tropisches Inselgefühl ganz ohne Menschenmassen.
Die Gewässer rund um die Cocos (Keeling) Islands gehören zu einem der grössten geschützten Meeresgebiete der Welt. Unter der Wasseroberfläche eröffnet sich eine beeindruckende Artenvielfalt mit farbenprächtigen Korallengärten und mehr als 1'500 Meerestierarten.
Mit etwas Glück begegnet man beim Schnorcheln oder Tauchen Meeresschildkröten, Mantas, Delfinen und unzähligen tropischen Fischarten. Viele Schnorchelplätze sind direkt vom Strand aus erreichbar, alternativ bringen lokale Anbieter ihre Gäste mit dem Boot zu besonders ursprünglichen Stellen im Atoll.
Erfahrene Taucher finden an den Riffwänden und in den Kanälen hervorragende Bedingungen für anspruchsvolle Tauchgänge in einer Umgebung, die noch weitgehend unentdeckt wirkt. Ganzjährig warme Wassertemperaturen, eine durchschnittliche Sichtweite von rund 25 Metern und kurze Anfahrtswege machen die Cocos (Keeling) Islands zu einem aussergewöhnlichen Tauchziel.
Auch Angler kommen auf ihre Kosten: Vom Hochseefischen über Fly-Fishing in den flachen Lagunen bis hin zum Angeln auf Rifffische in Küstennähe bieten die gesunden marinen Ökosysteme vielfältige Möglichkeiten.
Von den 27 Inseln des Cocos-Atolls sind nur West Island und Home Island bewohnt. Die beiden Inseln sind durch eine unkomplizierte, rund 30-minütige Fährfahrt miteinander verbunden und bieten dennoch ganz unterschiedliche Erlebnisse.
Auf West Island befinden sich der Flughafen, die meisten Unterkünfte und der lokale Pub. Home Island hingegen vermittelt einen authentischen Einblick in das Leben der einheimischen Cocos-Malay-Gemeinschaft.
Donnerstags und samstags fährt die Fähre auch nach Direction Island. Dort wartet mit Cossie's Beach einer der schönsten Strände Australiens. Das kristallklare Wasser lädt zum Baden und Schnorcheln ein – direkt vom Strand oder zwischen den Korallen im sogenannten „The Rip“.
Darüber hinaus können verschiedene kleinere Inseln im Rahmen lokaler Ausflüge erkundet werden. Einige sind bei Ebbe sogar zu Fuss erreichbar.
Die Cocos (Keeling) Islands sind die einzige Landmasse innerhalb eines Radius von rund 900 Kilometern und deshalb ein aussergewöhnlicher Lebensraum für Vögel. Neben zahlreichen einheimischen Arten lassen sich hier immer wieder seltene Irrgäste beobachten, die aus Asien, Europa und sogar Afrika hierher gelangen.
Zu den ansässigen Arten gehören unter anderem Weissseeschwalben, Rotfusshälse, Fregattvögel, Tropikvögel und die Weissbrustralle. Auf Direction Island und Horsburgh Island ist zudem die endemische Cocos-Bindenralle beheimatet.
Saisonale Zugvögel wie Strandläufer, Regenpfeifer und Brachvögel machen auf ihren uralten Zugrouten über den Indischen Ozean Station. Die beste Zeit, um seltene Gastvögel zu beobachten, ist von November bis März.
Seit fast 200 Jahren ist die Cocos-Malay-Gemeinschaft auf den Inseln zuhause. Ihre Kultur, Traditionen und Gastfreundschaft prägen die Cocos (Keeling) Islands und machen einen Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Auf Home Island herrscht ein gemächlicher Lebensrhythmus, der von Gemeinschaft, Tradition, kulturellem Erbe und dem muslimischen Glauben geprägt ist. Bei einem Tagesausflug mit der Fähre lässt sich die Insel im Rahmen geführter lokaler Erlebnisse kennenlernen.
Wer tiefer in die Kultur eintauchen möchte, kann auch übernachten – beispielsweise im historischen Oceania House oder bei einer einheimischen Familie. Gerade für Reisende, die authentische Begegnungen und besondere Erlebnisse suchen, ist dies eine zunehmend beliebte Möglichkeit.
Wind, Wasser und warme Temperaturen – auf den Cocos (Keeling) Islands treffen beste Voraussetzungen für Kitesurfer aufeinander. Die flache, geschützte Lagune bietet hervorragende Bedingungen für alle Könnerstufen – von Anfängern bei ihren ersten Versuchen bis zu erfahrenen Kitesurfern, die lange, ungestörte Runs geniessen möchten.
Von Mai bis Oktober sorgt die Passatwindsaison für konstante Südostwinde von etwa 15 bis 25 Knoten. Von frühmorgens bis in den Abend hinein herrschen häufig ideale Bedingungen – und das in Gewässern, die nur sehr selten überlaufen sind.
Ein Naturparadies fernab des Gewöhnlichen: Christmas Island zählt zu den aussergewöhnlichsten Reisezielen Australiens. Berühmt ist die Insel vor allem für die spektakuläre Wanderung der Roten Landkrabben. Doch auch unberührte Regenwälder, eine faszinierende Unterwasserwelt, seltene Vogelarten und eine vielfältige multikulturelle Gemeinschaft machen Christmas Island zu einem einzigartigen Reiseziel.
Abseits der üblichen Touristenrouten erwartet Besucher eine ursprüngliche Natur, die sich auf vielfältige Weise entdecken lässt – zu Fuss, mit dem 4WD-Fahrzeug, beim Schnorcheln oder Tauchen und bei der Beobachtung einer aussergewöhnlichen Tierwelt.
Christmas Island ist die Heimat von Millionen Roter Landkrabben, die eine wichtige Rolle im Ökosystem des Regenwaldes spielen. Zwischen Oktober und Januar verlassen sie jedes Jahr den Regenwald und wandern zur Küste, um sich dort fortzupflanzen. Die Massenwanderung zählt zu den spektakulärsten Naturereignissen der Welt.
Besonders gut lässt sich das Schauspiel unter anderem bei Flying Fish Cove, Ethel Beach, Greta Beach, den Blowholes und den Dales beobachten. Während der Laichzeit können Besucher mit etwas Glück sogar beobachten, wie die weiblichen Krabben ihre Eier ins Meer abgeben.
Zum Schutz der Tiere werden während der Wanderung einzelne Strassen gesperrt und spezielle Krabbenübergänge eingerichtet. Besucher sollten deshalb langsam fahren, die ausgeschilderten Routen beachten und Fahrten während der Hauptwanderungszeiten möglichst vermeiden.
Das Saumriff rund um Christmas Island beherbergt eine aussergewöhnliche Vielfalt an Meereslebewesen. Mehr als 88 Korallenarten und über 600 Fischarten wurden rund um die Insel nachgewiesen. Die besondere Lage zwischen dem Indischen und Pazifischen Ozean schafft zudem eine einzigartige Mischung von Arten aus beiden Regionen.
Beim Schnorcheln und Tauchen lassen sich Meeresschildkröten, Delfine, Mantas, Haie und farbenprächtige Korallen entdecken. Zwischen November und April kommen zudem Walhaie in die Gewässer rund um Christmas Island, um sich während der Laichzeit der Roten Landkrabben von Plankton zu ernähren.
Zu den beliebten Schnorchel- und Tauchplätzen zählen Flying Fish Cove, Ethel Beach, Dolly Beach und West White Beach. Mehr als 60 Tauchplätze bieten hervorragende Möglichkeiten für Unterwasserabenteuer – von Korallenriffen und Steilwänden bis hin zu artenreichen Meereslebensräumen.
Auch nachts lohnt sich ein Ausflug an den Strand: An Great Beach und Dolly Beach können zwischen Flut und Sonnenaufgang nistende Suppenschildkröten beobachtet werden. Rund zwei Monate später schlüpfen die Jungtiere und machen sich auf den Weg ins Meer.
Auch an Land bietet Christmas Island eine beeindruckende Vielfalt. Geführte Touren, kurze Spaziergänge, anspruchsvolle Wanderungen und 4WD-Ausflüge führen durch dichten Regenwald, entlang dramatischer Küsten und zu abgelegenen Stränden.
Für einen kurzen Einblick in die Natur eignen sich beispielsweise der Margaret Knoll oder der Territory Day Park Nature Trail, die zu Aussichtspunkten mit Blick über die Küste und Flying Fish Cove führen.
Wer etwas mehr Abenteuer sucht, erreicht Dolly Beach und West White Beach über 4WD-Pisten und anschliessende Wanderwege durch den Regenwald. Die Blowholes und Martin Point bieten spektakuläre Ausblicke auf die zerklüftete Küste und sind gleichzeitig gute Orte, um nach Roten Landkrabben und Seevögeln Ausschau zu halten.
Für erfahrene Wanderer bietet der Perpendicular Wall Walk eine anspruchsvolle Tagestour durch Regenwald und entlang imposanter Küstenklippen. Bei den Dales und am Hugh's Dale Waterfall lassen sich üppige Vegetation, Bäche und besondere Lebensräume entdecken.
Christmas Island zählt zu den aussergewöhnlichsten tropischen Vogelbeobachtungsgebieten der Welt. Rund 80'000 Seevögel brüten jedes Jahr auf der Insel. Der weitgehend intakte Regenwald und die isolierte Lage haben eine bemerkenswerte Vielfalt an einheimischen, endemischen und ziehenden Vogelarten hervorgebracht.
Zu den besonderen Arten gehören der häufig anzutreffende Rotfusstölpel, der stark gefährdete Abbott-Tölpel, der weltweit nur auf Christmas Island vorkommt, sowie die vom Aussterben bedrohte Christmas-Inselfregattvogel. Auch der elegante Goldene Bosun, eine Unterart des Tropikvogels, sowie Noddis, weitere Tropikvögel und verschiedene Waldvögel können beobachtet werden.
Insgesamt wurden mehr als 100 Zug- und Irrgastarten auf Christmas Island registriert. Regenwald, steile Küsten und offene Himmel bieten praktisch das ganze Jahr über hervorragende Möglichkeiten, seltene Vögel in freier Natur zu beobachten.
Die jährlich im August stattfindende Bird Week bietet Vogelliebhabern eine besondere Gelegenheit, die aussergewöhnliche Vogelwelt der Insel kennenzulernen.
Trotz ihrer geringen Grösse beherbergt Christmas Island eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft, die über Generationen von chinesischen, malaiischen, europäischen und weiteren kulturellen Einflüssen geprägt wurde.
Diese kulturelle Vielfalt zeigt sich in den Traditionen, der Küche und dem gesellschaftlichen Leben der Insel. Über das Jahr verteilt finden verschiedene Feste statt, darunter das Chinesische Neujahr mit farbenfrohen Löwentänzen, die Territory Week, Mondkuchenfeste und Hari Raya Puasa zum Ende des Ramadan.
Das harmonische Zusammenleben buddhistischer, christlicher, taoistischer und muslimischer Gemeinschaften ist ein prägender Teil des Insellebens.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten wie das Tai Jin House, das Chinese Cultural Museum, historische Friedhöfe, die ehemaligen Schauplätze des Zweiten Weltkriegs bei Smith Point sowie lokale Tempel und Moscheen geben Einblicke in die Geschichte und Gegenwart von Christmas Island.