Während meiner Reise nach Zypern hat sich erneut gezeigt, dass die Insel ihren entspannten, mediterranen Lebensrhythmus bis heute bewahrt hat. Schon während meines Aufenthalts wurde spürbar, wie ruhig und unaufgeregt das Leben auf der Insel verläuft. Trotz der geografischen Nähe zum Nahen Osten hat der aktuelle Konflikt keinerlei Auswirkungen auf den Reisealltag. Stattdessen geniesst man Küstenidylle, kulturelle Vielfalt, herzliche Gastfreundschaft und viele genussvolle Momente. Zypern präsentiert sich als Destination, die Sicherheit, Leichtigkeit und mediterrane Lebensfreude auf ganz natürliche Weise vereint.
Nach der Ankunft in Larnaca erfolgte die Übernahme des Mietwagens reibungslos und sehr zügig. Zypern eignet sich ideal für eine Mietwagen‑Rundreise, denn die Insel ist äusserst vielfältig, abwechslungsreich und spannend. Kurze Distanzen und gut ausgebaute Strassen machen das Reisen besonders angenehm. Das Inselleben erlebte ich als ausgesprochen entspannt und gelassen – der Alltag verläuft harmonisch und unbeschwert, fern von spürbaren Spannungen, auch wenn Zypern geografisch nahe am Nahen Osten liegt.

Am ersten Tag führte mich die Fahrt über eine gut ausgebaute Autobahn nach Paphos an die Westküste der Insel.
Paphos gilt als kulturell besonders interessantes Reiseziel und begeistert mit seinem grossen archäologischen Park, zahlreichen Museen sowie einem mittelalterlichen Kastell. Die Stadt lädt hervorragend zum Flanieren und Ausgehen ein.
Der Hafen von Paphos ist ein lebendiger Treffpunkt, bei Einheimischen wie auch bei Touristen sehr beliebt, und blickt auf eine lange Geschichte zurück – bis zu jener Zeit, als Paphos eine bedeutende Hafenstadt war. Entlang der Promenade findet man zahlreiche Restaurants und Tavernen, in denen man zu fairen Preisen ausgezeichnet essen kann.
Mein persönlicher Geheimtipp:
THEO’s – eines der besten Fischrestaurants der Stadt, mit wunderschöner Terrasse direkt am Wasser.
Am zweiten Tag erkundete ich die Akamas-Halbinsel im Nordwesten Zyperns – ein nahezu unberührtes Naturparadies. Spektakuläre Küsten, die berühmte Blaue Lagune und der Aphrodite-Trail machen diese Region einzigartig.
Die Küstenorte Polis (ruhig und traditionell) sowie Latchi (charmanter Fischerhafen mit sehr guten Restaurants) eignen sich ideal als Ausgangspunkt, um den angrenzenden Akamas-Nationalpark per Boot oder Wanderung zu entdecken.
Von Paphos aus ist die Halbinsel gut erreichbar. Unbedingt Badeausrüstung mitnehmen: In Latchi gibt es einen naturbelassenen Strand zum Abkühlen sowie eine besonders entspannte Beachbar – die Island Beach Bar, direkt am Strand und am Wasser gelegen.
Am dritten Tag ging es Richtung Osten durch das Troodos-Gebirge. Dieses Gebirge ist vulkanischen Ursprungs, dicht bewaldet und landschaftlich beeindruckend.
Der Mount Olympus, mit 1’952 m der höchste Berg Zyperns, prägt die Region. Selbst im Hochsommer herrscht hier ein angenehm mildes Klima, ideal zum Wandern. Im Winter fällt sogar Schnee – ein Skilift ist dann in Betrieb.
Ein absolutes Highlight ist das eindrückliche Kykkos-Kloster, das man unbedingt besuchen sollte. Ebenso empfehlenswert ist der Besuch eines Weinguts, denn zypriotischer Wein überzeugt durch hervorragende Qualität.
Das charmante Winzerdorf Omodos, rund 800 m über dem Meeresspiegel gelegen, zählt zu den traditionellsten und schönsten Dörfern der Insel. Berühmt für seinen Wein, lässt es sich ideal unterwegs einplanen.
Am Abend erreichte ich Ayia Napa im Osten der Insel.
Ayia Napa und Protaras sind bekannt für ihre feinsandigen, flach abfallenden Strände und das glasklare, türkisfarbene Wasser – fast schon kitschig schön, aber absolut einzigartig. Nicht zu Unrecht wird Zypern jedes Jahr mit der Blauen Flagge für Sauberkeit und ausgezeichnete Strand- und Wasserqualität ausgezeichnet.
Die Region bietet traumhafte Buchten, ideale Bedingungen für Bootsausflüge und Schnorcheln sowie eine riesige Auswahl an hervorragenden Restaurants für den Abend. Ich genoss die entspannte Atmosphäre – noch vor dem Beginn der Hochsaison ist alles wunderbar ruhig.
Zahlreiche Geheimtipps habe ich natürlich auf Lager.
Zypern bietet für jedes Budget grossartige Unterkünfte. Dank meiner zahlreichen Besuche kenne ich viele Hotels und Restaurants persönlich. Die Gastfreundschaft der Zyprioten ist einmalig – man kehrt einfach immer wieder gerne zurück.
Mit einer Flugzeit von rund 3½ Stunden eignet sich Zypern hervorragend sowohl für einen Kurztrip, für entspannte Badeferien, als auch für eine spannende und abwechslungsreiche Mietwagen-Rundreise.